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schueler:msa2009:artur

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Materialsammlung Artur

Allgemeine Sinfonie
Sinfonie – ältere Schreibweise Symphonie bedeutet aus dem griechischen „Zusammenklang“. Sie ist im 18. Jahrhundert entstanden. Es ist eine repräsentative Orchesterkomposition und eins der wichtigsten Gattungen der Instrumentalmusik.
Die Form der Sinfonie entspricht der Sonate, einem Stück für ein einzelnes Instrument (z.B. Klavier Sonate) oder auch für mehrere kleine Instrumente zusammen (Duo, Trio z.B. Flöte- , HornSonate ).

Unterschied liegt nur in der Besetzung. Sinfonie ist für Orchester geschrieben. Es ist ein großangelegtes Orchesterwerk in 3 oder 4 Sätzen, wobei der 1.Satz gewöhnlich in Sonatenform komponiert ist . Es sind auch 3- oder sogar 2-sätzige Sinfonietypen möglich. Bei 3-sätzigen wird meistens das Menuett weggelassen. 2-sätzige Sinfonien sind sehr selten und werden als nicht wirklich betrachtet.

Formschema einer klassischen Sinfonie
1.Satz:
Es ist ein Kopfsatz, Eröffnungssatz einer Sinfonie
- in der Regel ein Allegro (ital. schnell, heiter, lustig), wobei Haydn eine langsame Einleitung machte
- Taktart ist frei
- Form: Sonatenhauptsatzform (von ital. sonare – klingen).

2. Satz:
- langsamer Satz (Kontrast zum ersten) z.B. Adagio (ital. langsam)
- freier Takt
- Form: großangelegte Liederform oder zusammengesetzte Liederform

3. Satz:
-Tanzsatz, ein Menuett (franz. Tanz mit kleinen Schritten) mit einem Trio oder seit Beethoven – Scherzo (aus ital. launiges., übermutiges Musikstück), rascher, heiter oder auch unheimlicher Satz mit Trio. Scherzo hat sich aus dem Menuett entwickelt

  1. Taktart: ¾
  2. Form: Menuett – Trio - Menuett

4. Satz:
Das „Finale“, der Schlusssatz einer Sinfonie ist ein schneller Satz ( Allegro, Vivace-lebendig, schnell, lebhaft oder Presto-schnell, gehetzt oder Prestissimo-sehr schnell)
- Taktart: frei
- Form: Kann eine „Rondo“ Form sein (unverändert, wieder kehrender Refrain mit eingeschobenen Zwischenteilen). Kann aber eine Variationen form oder eine Sonatenhauptsatzform sein.

Haupttonart einer Sinfonie
Die Haupttonart, welche immer im Titel angegeben ist (z.B. F-Dur oder d- Moll) steht meistens in dem 1.- und 4.-Satz (Ecksätze), die anderen zwei Sätze stehen in verwandten Tonarten (z.B. Dur = Moll oder Tonika Bezeichnung - ein Schritt auf- oder abwärts). Beim 2.Satz kann auch Terzverwandtschaft sein.

Moll - von lat. mollis

     bedeutet weich. Es ist ein Tongeschlecht mit kleiner  Terz  (3.Stufe einer diatonischen Tonleiter also Halbtöne von der 2. zur 3. und  5. zur  6.Stufe)
                                                Dur   – von  lat. durus
     bedeutet  hart. Es ist ein Tongeschlecht bei dem die Durtonleiter zugrunde liegt – Halbtöne von der 3. zur 4. und 7. zur 8. Stufe.

Sinfonie Instrumentierung
(Dazu zeige ich Ihnen dann ein Bild, welche Instrumente zu einer Sinfonie gespielt wurden und nenne auch paar Beispiele)

Sinfonie und ihre gesellschaftlichen
Die Sinfonie drang in viele Bereiche des Gesellschaftslebens

-Staatzeremonien
-Bankette
-Empfänge
-Gottesdienste und hauptsächlich
-Konzerte

Sinfonie Komponisten
Als Vater der Sinfonie gilt Joseph Haydn* nicht nur wegen seiner 118 geschriebenen Sinfonien, er ist der eigentliche Schöpfer dieser Form der repräsentativen Orchesterkomposition.

     Seit dem 17. Jahrhundert waren reine Instrumentalstücke von unterschiedlichen Art und Besatzung als Sinfonien bezeichnet worden.
     Aus dem Einleitungsstück der Neapolitanischen Oper mit der Satzfolge schnell-langsam-schnell entwickelten dann, vor allem Haydn und andere Vertreter der Wienerklassik, die klassische Sinfonie.
     Wolfgang Amadeus Mozart komponierte 50 Sinfonien.
     Ludwig van Beethoven  starb vor Vollendung seiner 10.Sinfonie. 

Seit der 9.Sinfonie von Beethoven wurde auch der Einsatz von Gesangsstimmen (Solisten und/ oder Chor) gebräuchlich, ohne die dominierende Funktion des Orchesters abzugeben.

„Monströs und geschmacklos“ sagten Kritiker damals, „größtes sinfonisches Kunstwerk aller Zeiten“, jubelten andere über Beethovens 9.Sinfonie.

     Richard Wagner forderte sogar sich künftig dem Musikdrama zuwenden.
     Trotzdem wurden Sinfonien komponiert.  Im 19.Jahrhundert komponierten deutsche Komponisten Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy, franz. Hector Berlioz,  Franz Lischt aus Ungarn, Franz Schubert (Österr.) auch Johan Brahms, Anton Brudener, Antonin Dvorak, Tschajkowskij; im 20. Jahrhundert: Gustav Mahler, Dimitri Schostakowitsch, Sergei Rachmaninow, Nielsen,  Hovhaness.
     Bis heute arbeiten die Komponisten an der alten Gattung. Krzysztof Penderecki (Polen) zum Beispiel kombinierte, in seiner 8.Sinfonie –Orchester mit Gesangsstimmen und präsentierte sie im Jahr 2005 unter dem Titel “Lieder der Vergänglichkeit“.
     Die umstrittene 9.Sinfonie von Beethoven und deren Schlüsselchor dient heute als Europa Hymne (2.Strofe Ode „An die Freunde“ von Schiller).
     *Man sollte es wissen, dass die deutsche Nationalhymne Joseph Haydn  komponierte und sein Todestag jährt sich 2009 zum 200.Mal.

Thema

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- Formschema einer klassischen Sinfonie
- Haupttonart einer Sinfonie
- Sinfonie Instrumentierung
- Sinfonie und ihre gesellschaftlichen Aspekte
- Sinfonie Komponisten
- 45.Sinfonie Fis-Moll

schueler/msa2009/artur.1238440929.txt.gz · Zuletzt geändert: 30.03.2009 21:22 von smoart